Du bist krank oder erschöpft und machst trotzdem weiter, als müsste dein Körper gehorchen. Manchmal aus Pflicht, manchmal aus Gewohnheit, manchmal, weil sonst jemand unzufrieden wäre. Vom einen Blickwinkel ist das Stärke und Verlässlichkeit. Vom anderen Blickwinkel behandelst du dich wie eine Maschine, die erst stehen bleiben darf, wenn sie kaputtgeht.
Funktionieren ist eine Antwort auf Angst: auf die Sorge, nicht genug zu sein, wenn du pausierst. Liebe wäre, deinem Körper zu erlauben, ein Lebewesen zu sein – mit Grenzen, mit Rhythmen, mit dem Recht auf Erholung, bevor etwas bricht.
Dein Körper ist kein Werkzeug, das du benutzt, sondern ein Zuhause, in dem du wohnst. Eine frühe Pause kostet weniger als der späte Zusammenbruch. Du darfst langsamer machen, ohne dich zu rechtfertigen. Worauf baust du – auf Erzwingen oder auf Erlauben?
Weiterfragen: Warum spannt sich dein Körper an, wenn du dich entspannen willst? · Warum isst du weiter, obwohl du satt bist?