Warum fällt dir Ruhe so schwer, obwohl du erschöpft bist?

Du bist müde, und sobald du dich hinsetzt, wirst du unruhig. Ruhe fühlt sich an wie ein Loch, das gefüllt werden muss. Vom einen Blickwinkel ist dein Nervensystem einfach auf Dauerspannung eingestellt. Vom anderen Blickwinkel meidest du die Stille, weil dann auftaucht, was du sonst übertönst.

Ruhe ist nicht leer, sie ist voller Dinge, die auf dich warten: Gedanken, Gefühle, unerledigte Fragen. Davor kann man davonlaufen – das ist Angst. Oder man kann sich dazusetzen und bleiben – das ist Liebe. Auch Unruhe ist eine Wahl, die du triffst. Das heißt nicht, dass es leicht ist, nur dass es möglich ist.

Du brauchst keine Stunde Stille, sondern drei Atemzüge, in denen du nichts tust und nichts musst. Unruhe verschwindet nicht, aber sie verliert ihre Macht, wenn du sie ansiehst. Worauf baust du, wenn es still wird – auf Flucht oder auf Bleiben?

Weiterfragen: Warum spannt sich dein Körper an, wenn du dich entspannen willst? · Warum isst du weiter, obwohl du satt bist?

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