Warum isst du weiter, obwohl du satt bist?

Dein Teller ist leer, dein Bauch ist voll, und trotzdem öffnest du den Schrank. Nicht, weil du Hunger hast. Weil etwas in dir noch nicht satt geworden ist. Warum?

Essen ist selten nur Essen. Es kann Trost sein, Pause, Belohnung. Wenn der Tag laut war oder still, greifst du zu etwas, das sofort wirkt. Kein Vorwurf nötig. Dein Körper sucht nur den schnellsten Weg, sich sicher zu fühlen.

Von außen wirkt der Griff wie fehlende Disziplin. Von innen ist er Sehnsucht nach etwas ohne Namen. Beide Sichtweisen sind möglich, keine die ganze Wahrheit.

Statt dich zu bestrafen, frag dich leise: Wovor schütze ich mich gerade? Das ist die Liebe-Frage. Die Angst-Frage wäre: Warum schaffe ich das nicht? Sie führt nur in Scham, die andere zu Verständnis.

Ein kleiner Schritt: Bevor du das nächste Mal weiterisst, lege die Hand auf den Bauch und atme dreimal. Dann entscheide. Vielleicht isst du trotzdem, vielleicht nicht. Beides ist okay, solange du nicht blind zugreifst, sondern hinschaust.

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