Warum spannt sich dein Körper an, wenn du dich entspannen willst?

Du liegst abends im Bett, willst loslassen, und dein Nacken zieht trotzdem. Dein Kiefer ist fest, die Schultern sind oben. Du hast dir nichts getan, trotzdem hält dein Körper Wache. Warum?

Weil dein Körper keine Geschichten kennt. Er unterscheidet nicht zwischen dem Tiger, der wirklich vor dir steht, und dem Gedanken an morgen. Für ihn ist beides Gefahr. Anspannung ist darauf die uralte Antwort. Keine Schwäche, sondern Schutz.

Von außen wirkt das gestresst. Von innen fühlst du nur, dass du nicht abschalten kannst. Beide Blicke sind wahr. Erst das Warum verbindet sie.

Die Frage ist nicht, wie du die Anspannung wegbekommst. Die Frage ist, ob du sie bekämpfst oder verstehst. Bekämpfen ist Angst vor der Angst. Verstehen ist ein Schritt zur Liebe zu dir selbst.

Versuch heute Abend nur eine Sache: Atme aus, länger als du einatmest. Das ist kein Wundermittel und soll keins sein. Es ist ein ehrliches Signal an deinen Körper: Du darfst kurz loslassen. Ein Atemzug reicht als Anfang.

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