Warum isst du heimlich, obwohl dich niemand beobachtet?

Du bist allein, niemand sieht dich, und trotzdem isst du schnell, verstohlen, als müsstest du dich verstecken. Vom einen Blickwinkel ist es einfach Genuss ohne Publikum. Vom anderen Blickwinkel isst du etwas mit, das du dir eigentlich verbietest – und Verbotenes schluckt man hastig.

Heimlichkeit beim Essen hat oft mit Scham zu tun, mit Regeln, die du über dich verhängt hast. Scham baut auf Angst: auf die Furcht, falsch zu essen, falsch zu sein. Liebe wäre, dir Essen ohne Urteil zu erlauben, in Ruhe, mit Erlaubnis statt mit schlechtem Gewissen.

Du darfst essen, was du magst, und du darfst es spüren, langsam, ohne dich zu verurteilen. Der heimliche Bissen stillt keinen Hunger, wenn Scham mitisst. Beim nächsten Mal decke dir einen Teller, setz dich hin, bleib dabei. Worauf baust du – auf Scham oder auf Erlaubnis?

Weiterfragen: Warum spannt sich dein Körper an, wenn du dich entspannen willst? · Warum isst du weiter, obwohl du satt bist?

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