Warum nimmst du dir Kritik von Fremden mehr zu Herzen als Lob von Nahen?
Ein Fremder sagt etwas Kaltes, und du trägst es tagelang mit dir. Das Lob derer, die dich lieben, verhallt in
Ein Fremder sagt etwas Kaltes, und du trägst es tagelang mit dir. Das Lob derer, die dich lieben, verhallt in
Schlaf, Essen, Ruhe, Bewegung – du behandelst sie wie Extras, die du dir verdienen musst. Als wären deine Grundbedürfnisse Luxus
Du erinnerst dich an einen Fehler und beginnst sofort, dich anzuklagen. In deinem Kopf führst du einen Prozess gegen dich
Die Arbeit stapelt sich, bis kein Platz mehr ist. Erst wenn nichts mehr geht, schaffst du Ordnung. Dahinter steht Angst:
Während das Wasser läuft, summst du leise eine Melodie vor dich hin. Du merkst es kaum, bis jemand dich fragt,
Du tust so, als wüsstest du Bescheid, wo du fragst. Die Lücke bleibt, und du vertuschst sie. Dahinter steht Angst:
Wenn dir etwas gelingt, sagst du schnell: es war Glück, es war leicht, es war nichts. Du machst die Freude
Jemand spricht über ein Thema, das du nicht kennst, und du schweigst aus Scham. Du tust, als wüsstest du Bescheid,
Du machst weiter, obwohl dein Körper längst Signale sendet. Erst wenn nichts mehr geht, erlaubst du dir, innezuhalten. Die Erschöpfung
Du zögerst ihn hinaus, obwohl du weißt, dass er kurz und gut wäre. Der Gedanke daran wiegt schwerer als der