Der Teller ist leer, und statt Leichtigkeit breitet sich Schwere aus. Nicht nur im Magen, auch im Gefühl. Vielleicht hast du nebenbei gegessen, gehetzt oder mit schlechtem Gewissen. Vom einen Blickwinkel war es zu viel oder zu schnell. Vom anderen Blickwinkel hast du etwas gegessen, das gar keinen Hunger stillen sollte – vielleicht Unruhe, Langeweile oder Traurigkeit.
Essen ist selten nur Nahrung. Es kann ein Trost sein, ein Pausezeichen, ein Ersatz für etwas, das dir fehlt. Die Frage ist, worauf du baust: auf Angst, die Leere schnell füllen will, oder auf Liebe, die fragt, was du wirklich brauchst.
Schwere ist kein Urteil, sondern ein Hinweis deines Körpers. Beim nächsten Bissen kannst du innehalten und fragen: Bin ich hungrig, oder bin ich müde, einsam, angespannt? Dein Körper verzeiht dir, wenn du zuhörst. Worauf baust du bei deiner nächsten Mahlzeit?
Weiterfragen: Warum spannt sich dein Körper an, wenn du dich entspannen willst? · Warum isst du weiter, obwohl du satt bist?