Warum hältst du beim Sport die Luft an?

Mitten in der Anstrengung merkst du plötzlich, dass du die Luft angehalten hast. Der Körper spannt, der Atem stockt. Manchmal ist es der Ehrgeiz, manchmal nur ein altes Muster, das sich eingeschlichen hat. Vom einen Blickwinkel ist das pure Kraft: Du willst den Moment festhalten. Vom anderen Blickwinkel erstarrst du, weil Anstrengung sich wie Gefahr anfühlt.

Dein Atem verrät, worauf du baust. Angst hält fest, zieht zusammen, klammert sich an Kontrolle. Liebe atmet weiter, lässt fließen, erlaubt dem Körper, sich zu öffnen, selbst wenn es brennt. Beides fühlt sich entschlossen an, doch das eine presst, während das andere trägt.

Beim nächsten Mal, wenn du die Luft anhältst, bemerke es einfach. Atme aus, gib dem Moment nach, lass die Bewegung dich tragen statt dich zu bekämpfen. Kraft entsteht nicht aus Starre, sondern aus Fluss. Worauf baust du – auf Festhalten oder auf Loslassen?

Weiterfragen: Warum spannt sich dein Körper an, wenn du dich entspannen willst? · Warum isst du weiter, obwohl du satt bist?

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