Du siehst ein altes Foto und misst deinen heutigen Körper an dem von damals. Was sich verändert hat, liest du als Verlust, als Versagen, als etwas, das du hättest verhindern müssen. Und du behandelst deinen Körper wie ein Projekt, das längst fertig sein müsste.
Dahinter steht Angst: die Angst vor der Zeit, davor, dass Verändern dasselbe sei wie Verlieren. Also klammerst du dich an ein Bild von früher, statt den Körper zu sehen, der dich heute trägt. Worauf baust du – auf die Erinnerung oder auf das, was jetzt ist?
Dein Körper muss nicht derselbe bleiben, um gut zu sein; er darf sich verändern, so wie du dich veränderst. Wer auf Liebe baut, dankt dem Körper, der ihn bis hierher getragen hat, statt ihn für die Zeit zu bestrafen. Du darfst altern, ohne dich dafür zu schämen.
Weiterfragen: Warum vergleichst du deinen Körper mit Bildern? · Warum hörst du auf deinen Kopf, wenn dein Körper Nein sagt?