Deine Wohnung kann tagelang so aussehen, wie sie eben aussieht – und kaum kündigt sich jemand an, fliegst du durch die Räume, räumst auf, wischst, sortierst. Plötzlich eine ganz andere Energie. Warum wartet dein Ordnungssinn, bis ein anderer Mensch vor der Tür steht?
Vielleicht tust du es, weil dein Gast sich wohlfühlen soll – das wäre Liebe: ein Raum, der sagt, schön, dass du da bist. Oder du tust es aus Angst, jemand könnte denken, bei dir herrsche Chaos. Beides ist möglich und menschlich. Die eigentliche Frage lautet: Worauf baust du?
Die Wohnung, die du für andere herrichtest, darfst auch du selbst bewohnen. Wenn du aufräumst, weil du dich selbst wertschätzt, weil du Ruhe willst und Platz zum Atmen, baust du auf Liebe. Wenn du nur vor dem Urteil anderer fliehst, baust du auf Angst – und putzt nie für dich. Vielleicht räumst du heute ein bisschen auf, einfach weil du es verdienst.
Weiterfragen: Willkommen bei „Na, warum?" · Warum schiebst du Dinge auf, die dir guttun?