Der Wecker klingelt, und du verhandelst: noch fünf Minuten, noch eine Runde. Das Bett ist warm, der Tag ist eine offene Frage. Warum fühlt sich dieser Übergang so schwer an, obwohl du doch wach werden willst? Es ist selten reine Faulheit – meist steckt etwas anderes dahinter.
Vielleicht ist dein Körper schlicht erschöpft, weil du ihm abends keine Ruhe gegönnt hast, um dir Zeit zurückzuholen – eine Sehnsucht, die sich gegen dich selbst gewendet hat. Oder der Morgen verlangt von dir, Dinge anzugehen, vor denen du dich drückst. Das Bett kennt keine Überraschungen; der Tag schon. Beides darf wahr sein.
Also: Worauf baust du? Wenn der Morgen eine Forderung ist, vor der du fliehst, regiert die Angst. Wenn er eine Chance ist, auf die du zugehst – ein warmer Schluck, ein kleines Ritual, etwas, worauf du dich freust – dann baust du auf Liebe. Das Bett hält dich nicht fest; du hältst dich fest. Du darfst wählen, welcher Gedanke als Erstes kommt.
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