Nichts wird mehr gesagt, und du nennst es „es ist wieder ruhig“. Keine Streitereien, keine Worte – nur zwei Menschen, die aufhören, einander zu suchen. Du nennst das Frieden.
Dahinter steht Angst: die Angst, dass ein Wort alles aufreißt, dass Wahrheit mehr kostet als Stille. Also schweigst du und erzählst dir, es sei Harmonie. Worauf baust du – auf die Ruhe oder auf die Nähe?
Frieden, der aus Schweigen kommt, ist nur die Abwesenheit von Streit. Wer auf Liebe baut, wagt das Wort, das wieder verbindet. Du darfst reden, auch wenn es wehtut.
Weiterfragen: Warum sagst du nicht, was du wirklich brauchst? · Warum hörst du zu, um zu antworten, statt um zu verstehen?