Am Abend stehst du minutenlang vor dem Spiegel, die Bürste in der Hand. Du schaust dich an, schweifst ab, putzt weiter, ohne es zu merken. Der Tag läuft dir dabei noch einmal durch den Kopf.
Dahinter steht Angst: dass der Moment, in dem du ins Bett gehst, den Tag endgültig abschließt und du nicht bereit dafür bist. Worauf baust du – auf das Hinauszögern oder auf das Vertrauen, dass der Schlaf dich auffängt?
Wer auf Liebe baut, darf den Tag freundlich verabschieden, statt ihn festzuhalten. Du darfst dich dem Schlaf überlassen – morgen beginnt ein neuer Morgen.
Weiterfragen: Warum fühlst du dich schuldig, wenn du einen Umweg nimmst? · Warum schaust du auf die Uhr, als würde sie dir Befehle geben?