Du hast dich früh festgelegt, und jede neue Information prallt an dieser inneren Mauer einfach ab. Selbst wenn du ganz deutlich merkst, dass du falsch lagst, beharrst du auf deiner ersten Einschätzung. Umzukehren fühlt sich an wie eine Niederlage, die du unbedingt vermeiden willst.
Dahinter steht Angst: vor dem schmerzhaften Eingeständnis, dass dein erster Eindruck damals nicht gestimmt hat. Worauf baust du – auf das starre, unverrückbare Urteil oder auf die Fähigkeit zu lernen?
Wer auf Liebe baut, darf seine Meinung korrigieren, ohne sich dafür zu schämen. Du darfst umkehren – wer neu denken kann, wächst daran und wird nicht kleiner.
Weiterfragen: Warum vertraust du deiner Erinnerung mehr als dem, was wirklich geschah? · Warum hältst du neue Ideen für Angriffe auf dein Weltbild?