Eine Verletzung von früher sitzt tief, und du gräbst sie immer wieder aus. Du erzählst die Geschichte, fühlst den Schmerz neu und gibst ihr so Macht über dein Heute. Loslassen fühlt sich an wie Aufgeben.
Dahinter steht Angst: dass das Unrecht vergessen wird, wenn du es loslässt, und dass du dann wieder verletzt werden könntest. Worauf baust du – auf den alten Groll, der dich schwer macht, oder auf das Loslassen, das dich leicht macht?
Wer auf Liebe baut, verzeiht nicht, um zu vergessen, sondern um frei zu werden. Du darfst alte Wunden heilen lassen – du musst sie nicht ewig tragen.
Weiterfragen: Warum vergleichst du dich mit Menschen, deren Weg du gar nicht kennst? · Warum zweifelst du an dir, obwohl du schon so viel geschafft hast?