Du erinnerst dich genau, wie es gewesen ist, und bist dir vollkommen sicher, dass es so geschehen sein muss. Dass Erinnerungen sich mit der Zeit verändern und neu gemischt werden, kommt dir nicht in den Sinn. Dein Gedächtnis fühlt sich unbestechlich und zuverlässig an, wie eine Kamera, die niemals lügt.
Dahinter steht Angst: zuzugeben, dass auch deine eigene Wahrnehmung trügen und dich im Stich lassen kann. Worauf baust du – auf das feste Bild von damals oder auf die demütige Prüfung?
Wer auf Liebe baut, zweifelt sanft auch an der eigenen Erinnerung. Du darfst zugeben, dass du dich geirrt haben könntest – das macht dich glaubwürdiger, nicht schwächer.
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