Warum tust du dir weh, um dich endlich zu spüren?

Manchmal drückst du, kratzt oder überforderst dich, bis es schmerzt. Nicht, weil du dich hasst, sondern weil der Schmerz dich spüren lässt, dass du da bist. Vielleicht fühlst du dich betäubt vom Alltag, vielleicht vom Druck, immer zu funktionieren. Vom einen Blickwinkel ist das ein Hilferuf des Körpers. Vom anderen ein Versuch, Taubheit zu durchbrechen.

Schmerz ist ein seltsames Zuhause: Er ist verlässlich, er ist sofort, er beweist dir deine Existenz. Aber er baut auf Angst – auf die Sorge, dass du sonst nichts fühlst, dass du unsichtbar wärst. Liebe wäre die sanftere Berührung: dich zu spüren, ohne dich zu verletzen.

Du darfst dir Aufmerksamkeit geben, bevor es wehtut. Eine Hand auf dem Bauch, warmes Wasser, ein langsamer Atemzug, der dich von innen berührt. Dein Körper muss nicht schreien, um gehört zu werden. Worauf baust du – auf Schmerz oder auf Fürsorge?

Weiterfragen: Warum spannt sich dein Körper an, wenn du dich entspannen willst? · Warum isst du weiter, obwohl du satt bist?

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