Die Tränen kommen, und sofort entschuldigst du dich. Als wäre Weinen eine Störung, ein Fehler, eine Last für den anderen. Dabei ist Weinen eine ehrliche Regung, die Nähe öffnet, statt sie zu stören.
Dahinter steht Angst: vor dem Unbehagen, das deine Tränen auslösen könnten, und davor, schwach zu wirken. Worauf baust du – auf das Unterdrücken oder auf das Zeigen dessen, was dich bewegt?
Wer auf Liebe baut, weint, ohne sich zu entschuldigen. Du darfst weinen – deine Tränen sind keine Last, sondern ein Fenster in das, was dich wirklich berührt.
Weiterfragen: Warum gibst du auf, kurz bevor der andere dich wirklich versteht? · Warum redest du über Nähe, als wäre sie ein Verlust?