Warum tust du so, als wüsstest du, was andere über dich denken?

Du liest Blicke, deutest Schweigen, hörst in einem harmlosen Satz eine Kritik. Du bist sicher, dass jemand dich klein findet, obwohl er nie etwas gesagt hat. Und du richtest dein ganzes Verhalten nach dieser erfundenen Meinung aus.

Dahinter steht Angst: die Angst, nicht genug zu sein, abgelehnt zu werden, wenn man dich wirklich sehen würde. Also erfindest du Urteile, um dich vor ihnen zu schützen, und leidest an Gedanken, die es nur in deinem Kopf gibt. Worauf baust du – auf das, was andere vielleicht denken, oder auf das, was du selbst fühlst?

Du kannst nicht in fremde Köpfe sehen; was du dort liest, ist deine eigene Angst. Wer auf Liebe baut, fragt nach, statt zu vermuten. Du darfst dich auf das verlassen, was dir wirklich gesagt wird.

Weiterfragen: Warum suchst du Bestätigung, obwohl du die Antwort längst kennst? · Warum vergleichst du dich mit Menschen, deren Weg du gar nicht kennst?

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