Ein guter Moment kommt, und statt ihn zu genießen, suchst du sofort den Haken. Was könnte noch schiefgehen? Wann wird es vorbei sein? Die Freude ist da, und du behandelst sie wie eine Falle, die gleich zuschnappt.
Dahinter steht Angst: die Angst, verletzt zu werden, wenn du dich zu sehr freust, als ob das Glück dich bestrafen würde, sobald du es annimmst. Also hältst du die Freude auf Abstand, um nicht enttäuscht zu werden. Worauf baust du – auf die Vorsicht oder auf das Vertrauen, dass du das Gute aushalten kannst?
Freude verlangt nicht, dass du sie verdienst; sie will nur, dass du sie fühlst. Wer auf Liebe baut, lässt das Gute herein, ohne sofort zu prüfen, wann es geht. Du darfst dich freuen, ohne Angst vor dem Ende.
Weiterfragen: Warum glaubst du deiner Angst mehr als deiner Sehnsucht? · Warum fühlst du dich leer, obwohl alles da ist?