Kaum wird es still, greifst du nach Musik, Nachrichten, irgendeinem Geräusch. Warum fühlt sich Leere an wie ein Loch, das sofort gestopft werden muss?
In der Stille kommt hoch, was der Lärm übertönt: unerledigte Gedanken, unbequeme Fragen, das Gefühl, nicht genug zu tun. Dahinter steht Angst: die Angst vor dem, was du hörst, wenn niemand mehr redet. Du flüchtest in Geräusche, um dir selbst nicht zu begegnen. Worauf baust du – auf Ablenkung oder auf die Begegnung mit dir?
Stille ist kein Loch, sondern ein Raum, in dem du zu dir findest. Wer auf Liebe baut, hält die Stille aus, ohne sie zu füllen. Du darfst einfach da sein, ohne dass etwas passiert.
Weiterfragen: Warum füllst du jede freie Minute mit etwas? · Warum greifst du abends immer wieder zum Handy?