Warum füllst du jede freie Minute mit etwas?

Ein freier Nachmittag tut sich auf, und binnen Minuten ist er voll – Erledigungen, Nachrichten, Aufgaben. Stille und Leere fühlen sich fast unerträglich an. Warum wird aus einer offenen Stunde so schnell eine Pflicht?

Vielleicht liebst du dein Leben und willst es nutzen, alles kosten – das ist Liebe zum Lebendigsein. Oder du füllst den Raum, damit du nie fühlst, was darunter liegt: Unruhe, Einsamkeit, eine Frage, der du ausweichst – das ist Angst. Geschäftigsein kann Leidenschaft sein oder Flucht; von außen sieht es gleich aus.

Worauf baust du? Eine Stunde Nichtstun ist nicht verloren – dort begegnest du dir selbst. Wenn du nur erschöpft stehen bleibst, rennst du, statt zu leben. Probiere eine einzige leere Stunde und halte sie aus: Das ist Mut und zugleich eine Art Liebe. Worauf baust du – auf Flucht oder auf Begegnung?

Weiterfragen: Willkommen bei „Na, warum?" · Warum schiebst du Dinge auf, die dir guttun?

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