Warum kneifst du die Augen zu, wenn der Schmerz kommt?

Wenn es wehtut, kneifst du die Augen zusammen und hoffst, dass es vorbeigeht, wenn du nicht hinsiehst. Du versuchst, den Schmerz wegzublinzeln, statt ihm zu begegnen. Doch was du nicht ansiehst, bleibt da und wächst im Dunkeln.

Dahinter steht Angst: dass der Schmerz dich überwältigt, wenn du hinsiehst, und dass du ihm nichts entgegenzusetzen hast. Worauf baust du – auf das Wegblinzeln oder auf das mutige Hinsehen, das den Schmerz entmachtet?

Wer auf Liebe baut, sieht dem Schmerz ins Gesicht und fragt ihn nach seinem Grund. Du darfst hinschauen und dich dem stellen, was wehtut – erst im Licht kann Heilung beginnen.

Weiterfragen: Warum schiebst du den Schlaf auf, obwohl du müde bist? · Warum wartest du, bis du krank bist, um zu ruhen?

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