Du sagst Entschuldigung, bevor du überhaupt etwas gesagt hast. Du entschuldigst dich für deine Frage, für deine Gefühle, für den Platz, den du einnimmst. Es klingt höflich, aber es ist etwas anderes: eine Bitte, dich nicht zu viel zu finden.
Dahinter steht Angst. Die Angst, zu viel zu sein, zu stören, die Verbindung zu riskieren, wenn du Raum brauchst. Die Entschuldigung wird zum Schutzschild: Solange ich klein bleibe, kann mich niemand ablehnen. Doch jedes unnötige Entschuldigung sagt dir selbst: Deine Bedürfnisse sind eine Zumutung.
Liebe sagt: Du darfst Raum einnehmen, ohne dafür um Erlaubnis zu bitten. Eine echte Entschuldigung ist kostbar – bewahre sie für die Momente auf, in denen du wirklich etwas verletzt hast. Die Frage ist nicht, ob du höflich bist. Die Frage ist, ob du dir erlaubst, da zu sein, ohne dich dafür zu entschuldigen.
Weiterfragen: Warum sagst du nicht, was du wirklich brauchst? · Warum erwartest du, dass andere deine Gedanken lesen?