Warum verwechselst du Gewohnheit mit Nähe?

Ihr kennt die Abläufe, die Blicke, die unausgesprochenen Regeln. Es fühlt sich nach Vertrautheit an – und manchmal merkt niemand, dass daraus eine Gewohnheit geworden ist, die nichts mehr fragt.

Dahinter steht Angst: die Angst, dass Fragen das Ganze stört, die Angst, dass Nähe nur so lange hält, wie sie nicht geprüft wird. Also schweigt man gemeinsam. Worauf baust du – auf die Sicherheit der Routine oder auf die Nähe, die auch unbequem sein darf?

Wer auf Liebe baut, hört nicht auf, den anderen zu fragen und anzusehen. Du darfst etwas Altes neu ansehen, auch wenn es weh tun könnte.

Weiterfragen: Warum fällt dir Nähe schwerer als Distanz? · Warum liebst du den Anfang, aber nicht die Dauer?

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