Morgens liest du schon die erste Empörung, mittags die nächste, abends kannst du vor lauter Ärger kaum einschlafen. Du weißt, dass dir diese Schlagzeilen nicht guttun, und klickst trotzdem weiter. Die Wut wird zu deinem festen Begleiter.
Dahinter steht Angst: dass du gleichgültig wirkst, wenn du dich nicht über jeden Skandal empörst, und dass du sonst nicht dazugehörst. Worauf baust du – auf die kollektive Empörung oder auf deinen eigenen klaren Blick?
Wer auf Liebe baut, lässt sich nicht von Wut steuern, sondern wählt, wofür er seine Kraft einsetzt. Du darfst dich abwenden, ohne schuldig zu werden – Ruhe ist auch eine Haltung.
Weiterfragen: Warum teilst du Meinungen, die du nicht selbst gebildet hast? · Warum glaubst du, dass Wissen endlich ist?