Du sagst Sätze wie „die da oben“ oder „die Jugend von heute“ und meinst damit Millionen verschiedener Menschen. Ein einziges Beispiel genügt dir, um alle über einen Kamm zu scheren. Die Vielfalt verschwindet hinter deiner Schublade.
Dahinter steht Angst: dass die Welt zu unübersichtlich wird, wenn du jeden Menschen einzeln sehen musst, und dass du dann den Überblick verlierst. Worauf baust du – auf einfache Schubladen oder auf den Mut, genau hinzusehen?
Wer auf Liebe baut, sieht in jedem Menschen den Einzelnen, nicht das Etikett. Du darfst Unterschiede wahrnehmen – gerade darin zeigt sich deine Menschlichkeit.
Weiterfragen: Warum vertraust du Gerüchten mehr als dem, was du selbst siehst? · Warum fühlst du dich klüger, wenn du andere korrigierst?