Der Karton im Keller, die Klamotten, die seit Jahren nicht mehr passen, das Kabel von einem Gerät, das es nicht mehr gibt. Du brauchst all das nicht, und trotzdem bleibt es. Nicht weil du hoffst, es zu benutzen, sondern weil Wegwerfen sich wie Verlieren anfühlt.
Dahinter steht Angst. Die leise Angst vor dem Mangel: Was, wenn ich es eines Tages doch brauche? Was, wenn ich es weggebe und dann zu wenig habe? Jedes festgehaltene Ding ist ein Versprechen, dass du nie ohne etwas dastehen wirst. Angst baut Lager, weil sie an Fülle nicht glaubt.
Liebe sagt: Du hast genug. Du hast genug, und du darfst Platz schaffen – für Luft, für Klarheit, für das, was wirklich zu dir gehört. Weggeben ist kein Verlust, sondern ein Zutrauen: dass dir gegeben wird, wenn du brauchst, was du brauchst. Die Frage ist nicht, ob du das Ding noch brauchen wirst. Die Frage ist, ob du an Fülle glaubst oder an Mangel.
Weiterfragen: Warum kaufst du Dinge, die du gar nicht brauchst? · Warum fühlst du dich leer, obwohl alles da ist?