Ein Fehler passiert, und sofort beginnst du die Anklage: Beweise sammeln, Urteil sprechen, Strafe verhängen. Du bist Ankläger, Richter und Verurteilter in einer Person.
Dahinter steht Angst: die Angst, dass Milde mit dir dich nachlässig macht, dass du nur streng genug bist, wenn du dich verurteilst. Also führst du jeden Tag Gericht. Worauf baust du – auf die Strafe oder auf die Vergebung?
Ein Urteil ändert nichts an dem, was war. Wer auf Liebe baut, sieht den Fehler an und geht weiter, ohne sich zu verurteilen. Du darfst dir vergeben.
Weiterfragen: Warum erinnerst du dich an deine Fehler besser als an deine Erfolge? · Warum klingt deine innere Stimme so streng, wenn du müde bist?