Warum fühlt sich ›Ich habe es geschafft‹ an wie ›Ich bin ich‹?

Es gibt zwei Sätze, die sich seltsam ähnlich anfühlen. Der eine: ›Ich habe es geschafft‹. Der andere: ›Ich bin ich‹. Beide geben dir dasselbe Gefühl von Festigkeit, von Wirklichkeit. Warum fühlt sich ›Ich habe es geschafft‹ an wie ›Ich bin ich‹?

Dahinter steht keine Täuschung, sondern eine Wahrheit über dich: Du bist, was du getan hast. Wenn du ›Ich bin ich‹ sagst, meinst du nicht einen festen Kern – du meinst die Summe deiner Erinnerungen und deiner Taten. ›Ich habe es geschafft‹ ist die Klammer, die diese Summe zusammenhält: das Gefühl, Ursache zu sein – einmal im Augenblick des Tuns, und immer wieder in der Geschichte, die du über dich erzählst. Sogar deine Meinung fühlt sich an wie ein Teil von dir – und deine Taten sind es noch viel mehr.

Worauf baust du – auf die Vorstellung, du seist einfach so, wie du bist, oder auf die Wahrheit, dass du wirst, was du tust? Wer auf sein Tun baut, ist nicht gefangen in einem festen Ich. Er darf sich verändern, denn sein Ich baut sich mit jedem ›Ich habe es geschafft‹ neu auf.

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