Warum hältst du das Bekannte für wahr und das Fremde für falsch?
Was dir vertraut ist, nennst du richtig. Das Neue wehrst du ab, bevor du es verstehst. Dahinter steht Angst: die
Was dir vertraut ist, nennst du richtig. Das Neue wehrst du ab, bevor du es verstehst. Dahinter steht Angst: die
Du fragst bei jedem Wissen: was bringt es mir? Was keinen schnellen Nutzen hat, lässt du liegen. Dahinter steht Angst:
Du denkst, wer zweifelt, weiß nicht. Dabei ist der Zweifel oft der Anfang des Wissens, nicht sein Ende. Dahinter steht
Du trennst, was zusammengehört: hier der Verstand, dort das Gefühl. Dabei braucht echtes Verstehen beide. Dahinter steht Angst: die Angst,
Was viele mögen, hältst du für gut. Die Menge wird zum Maßstab, nicht die Wahrheit der Idee. Dahinter steht Angst:
Eine Antwort genügt, und du schließt die Frage. Dabei öffnet jede Antwort neue Fragen, die du nicht stellst. Dahinter steht
Deine Meinung steht, und du verteidigst sie, statt sie wachsen zu lassen. Als wäre Ändern ein Eingeständnis von Schwäche. Dahinter
Die drei Worte bleiben dir im Hals stecken. Lieber redest du drumherum, als zu sagen: ich weiß es nicht. Dahinter
Du sammelst und sammelst, und die Klarheit bleibt aus. Mehr Daten heißt noch nicht mehr Verstehen. Dahinter steht Angst: die
Die Zahl scheint dir wahr, die Geschichte weich. Dabei trägt die Geschichte, was die Zahl nur andeutet. Dahinter steht Angst: