Warum sammelst du Pfandflaschen, die du nie zurückbringst?
Die Ecke füllt sich mit Versprechen. Du sammelst sie, als wäre der Rückweg eine Aufgabe für später. Dahinter steht Angst:
Die Ecke füllt sich mit Versprechen. Du sammelst sie, als wäre der Rückweg eine Aufgabe für später. Dahinter steht Angst:
In deiner Schublade liegen alle Socken ordentlich zusammengelegt, Paar für Paar. Du nimmst dir Zeit, jedes Bündel zu falten, als
Du kommst nach Hause und schaltest ihn ein, bevor du die Jacke ablegst. Er läuft, während du isst, während du
Der Berg ist gewaschen, gefaltet, bereit – und bleibt liegen. Der letzte Schritt fehlt, und du wartest. Dahinter steht Angst:
Einmal im Monat leerst du alle Schubladen aus und legst alles neu hinein. Du ordnest, wirfst weg, schiebst hin und
Schränke voll, Regale voll, und doch kaufst du weiter. Jeder Gegenstand verspricht etwas, das du in ihm nie finden wirst.
Dein Daumen geht hin, als läge dort etwas für dich. Aber es ist nur Gewohnheit, die nach etwas ruft, das
Dein Sonntag steht schon am Freitag fest, Stunde für Stunde notiert. Zwischen Frühstück und Spaziergang bleibt kein freier Raum. Wenn
Du siehst die Unordnung jeden Tag und versprichst dir morgen. Aber morgen wird heute, und die Unordnung bleibt. Dahinter steht
Du stehst da, isst direkt aus der Packung, ohne Tisch, ohne Teller, ohne Ruhe. Als wärst du nur zu Besuch