Ein Freund in Not ruft an, und du bist plötzlich schwer erreichbar. Du meldest dich erst wieder, wenn der Sturm vorbei ist, und fühlst dich dabei schuldig. Du weißt, dass du eigentlich da sein solltest, und trotzdem ziehst du dich zurück.
Dahinter steht Angst: dass du die Last des anderen nicht tragen kannst und daran selbst zerbrichst. Worauf baust du – auf die Flucht vor der Verantwortung oder auf die Nähe, die auch schwere Zeiten gemeinsam trägt?
Wer auf Liebe baut, hält aus, wenn jemand ihn braucht, und bittet selbst um Hilfe, wenn er an Grenzen kommt. Du darfst für andere da sein – und zugleich auf dich selbst achten.
Weiterfragen: Warum misstraust du dem Glück, kaum dass es anklopft? · Warum verkleinerst du dich, damit andere groß wirken?