Wenn alle schlafen, tappst du leise zum Kühlschrank. Du öffnest ihn, schaust hinein, nimmst etwas, das du gar nicht wolltest. Das nächtliche Naschen füllt eine Leere, die der Tag offen gelassen hat.
Dahinter steht Angst: dass du tagsüber nicht genug bekommen hast und dich nun nachts bedienen musst. Worauf baust du – auf den heimlichen Bissen oder auf das Vertrauen, dass dir am Tag genug zusteht?
Wer auf Liebe baut, fragt sich bei Hunger, was ihn wirklich hungrig macht, statt es schnell zu betäuben. Du darfst auch am Tag nehmen, was du brauchst – du musst nicht heimlich danach greifen.
Weiterfragen: Warum hetzt du durch den Sonntag, als wäre er Arbeit? · Warum lebst du nur auf den nächsten Urlaub hin, statt heute?