Warum zählst du jeden Abend, was du alles geschafft hast?

Bevor du einschläfst, gehst du den Tag noch einmal durch. Du zählst, was erledigt ist, und was offen blieb, drückt auf deine Brust. Nur wenn die Liste vollständig ist, gönnst du dir Ruhe.

Dahinter steht Angst: dass du wertlos wirkst, wenn du nichts vorzuweisen hast, und der Tag dann umsonst war. Worauf baust du – auf das Zählen deiner Leistungen oder auf das Vertrauen, dass dein Wert nicht in der Bilanz liegt?

Wer auf Liebe baut, darf am Abend einfach sein, ohne zu prüfen, ob er genug getan hat. Du darfst einschlafen, auch wenn die Liste nicht leer ist – du bist mehr als deine erledigten Punkte.

Weiterfragen: Warum trägst du den ganzen Tag eine Tasche, die du nie öffnest? · Warum fängst du immer mit dem Schwersten an, statt mit dem Wichtigsten?

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