Warum schiebst du den Wäscheberg tagelang vor dir her?

Der Wäschekorb quillt über, auf dem Stuhl türmt sich ein Berg, und du steigst jeden Morgen darüber hinweg. Du sagst dir, dass du am Wochenende wäschst, aber am Wochenende ist der Berg noch größer. Er wartet, und du wartest mit ihm.

Dahinter steht Angst: dass die Wäsche dich auffrisst und dass sie ein Zeichen dafür ist, wie viel du nicht schaffst. Worauf baust du – auf das Wegschauen oder auf den kleinen Schritt, der den Berg Stück für Stück schrumpfen lässt?

Wer auf Liebe baut, beginnt einfach mit einem Korb und nimmt sich die Scham aus der Wäsche. Du darfst anfangen – es ist nur Wäsche, kein Urteil über dich.

Weiterfragen: Warum hebst du alles auf, was du nie wieder brauchst? · Warum prüfst du dein Handy beim Zähneputzen?

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