Warum räumst du Dinge weg, die du gleich wieder brauchst?

Du legst den Stift weg, den du gleich wieder nimmst, schließt die Datei, die du gleich wieder öffnest. Warum räumst du Dinge weg, die du gleich wieder brauchst?

Dahinter steht Angst: die Angst, dass Ordnung ein Wert an sich ist und dass ein liegen gebliebenes Ding dich anklagt. Du räumst nicht für dich, sondern gegen eine innere Stimme. Worauf baust du – auf den Schein von Ordnung oder auf den Fluss, der Dinge dort lässt, wo du sie brauchst?

Wer auf Liebe baut, darf Ordnung machen, die ihm dient, nicht eine, die ihn bestraft. Du darfst etwas liegen lassen, ohne dass Chaos ausbricht.

Weiterfragen: Warum räumst du auf, wenn du eigentlich müde bist? · Warum räumst du erst auf, wenn Besuch kommt?

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