Du wartest auf den Tag, an dem du alles geschafft, alles repariert, alles verstanden hast – erst dann, denkst du, darfst du genügen. Warum glaubst du, du müsstest erst fertig sein, um zu genügen?
Dahinter steht Angst: die Angst, dass du in deinem jetzigen Zustand nicht liebenswert bist. Du verschiebst deinen Wert auf eine Zukunft, die nie eintritt. Worauf baust du – auf ein fertiges Ich oder auf das Ich, das jetzt atmet?
Wer auf Liebe baut, genügt nicht erst am Ende, sondern schon im Gehen. Du darfst unfertig sein und trotzdem ganz.
Weiterfragen: Warum misst du deinen Wert an Dingen, die morgen nichts mehr bedeuten? · Warum wartest du auf Erlaubnis, dein eigenes Leben zu leben?