Warum verrätst du deinen Körper jeden Tag ein wenig?

Du übergehst den Hunger, ignorierst den Schmerz, missachtest die Müdigkeit und stellst deinen Körper immer wieder hinten an. Jeden Tag ein kleines Nein zu dem, was er braucht. Du lebst, als wärst du nur dein Kopf, und der Rest müsse eben mitlaufen.

Dahinter steht Angst: dass du es dir nicht leisten kannst, auf deinen Körper zu hören, und dass seine Bedürfnisse dich bremsen. Worauf baust du – auf das Verleugnen oder auf das Bündnis mit dem Körper, der dich trägt?

Wer auf Liebe baut, steht zu seinem Körper wie zu einem Freund. Du darfst ihm zuhören und ihn ernst nehmen – er hält zu dir, seit deinem ersten Atemzug, und verdient deine Treue.

Weiterfragen: Warum fühlst du dich nach dem Essen schwer statt genährt? · Warum hältst du beim Sport die Luft an?

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