Am Abend, wenn alle schlafen, öffnest du den Schrank und isst, was du dir tagsüber verboten hast. Es schmeckt kaum, und hinterher kommt die Scham. Du versteckst Verpackungen und spülst die Spuren deines Hungers weg.
Dahinter steht Angst: dass dein Verlangen ungezähmt und beschämend ist und dass man dich dafür verurteilen würde. Worauf baust du – auf das Verstecken oder auf die Erlaubnis, Hunger als etwas Natürliches zu fühlen?
Wer auf Liebe baut, isst ohne Heimlichkeit und ohne Urteil. Du darfst genießen, was dir schmeckt, in Ruhe und ohne dich dafür zu verachten – Essen darf Freude sein, nicht Verbrechen.
Weiterfragen: Warum vernachlässigst du deine Zähne? · Warum schlingst du jede Mahlzeit hinunter?