Ein einziges Stück Kuchen wirft dich völlig aus der Bahn, und der Rest des Tages wird zum Bußgang. Du streichst das Abendessen und fühlst dich schuldig für einen einzigen Moment Genuss. Dabei hat der Kuchen dir niemand weggenommen.
Dahinter steht Angst: dass Genuss dich entgleisen lässt und du nur mit Härte die Kontrolle behältst. Worauf baust du – auf die Selbstbestrafung oder auf die Güte, die dir auch mal etwas gönnt?
Wer auf Liebe baut, genießt ohne Schuld und ohne Strafe. Du darfst ein Stück Kuchen essen und danach einfach weiterleben, als wäre nichts geschehen – weil nichts geschehen ist.
Weiterfragen: Warum traust du deinem Körper nicht, wenn er sagt, es ist genug? · Warum wartest du mit dem Wasser, bis du es spürst?