Warum zeigst du im Museum nur die berühmten Bilder und nie die unbequemen?

Du führst eine Gruppe durch das Museum und steuerst zielsicher die bekannten Meisterwerke an. Die Bilder, die von Krieg und Armut erzählen, lässt du links liegen, als gehörten sie nicht dazu. So sehen deine Gäste nur die schöne Hälfte der Sammlung.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass die unbequemen Bilder die Stimmung trüben und dich als Führer ratlos dastehen lassen. Worauf baust du – auf den gefälligen Rundgang oder auf ein Museum, das auch die schwierigen Kapitel zeigt?

Wer auf Liebe baut, bleibt vor einem unbequemen Bild stehen und lässt die Gruppe selbst erzählen, was sie sieht. Du darfst einen Rundgang gestalten, der nicht nur gefällt, sondern auch zum Nachdenken bringt.

Bleib neugierig.

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