Deine Schwester hat dich wieder einmal übergangen, und du tust so, als wäre nichts gewesen. Du lachst, wechselst das Thema und behältst den Stich für dich. So merkt sie nie, was sie anrichtet, und es passiert wieder.
Vielleicht trifft auf dein Verstecken zu: Dahinter steht Angst: dass gezeigte Verletzlichkeit als Schwäche gilt und sie dich dann noch weniger ernst nimmt. Worauf baust du – auf die Fassade, die dich schützt, oder auf die Ehrlichkeit, die sie aufweckt? Nur wer sieht, dass er verletzt hat, kann sich ändern.
Wer auf Liebe baut, sagt ruhig, dass ihn das verletzt hat, ohne Anklage und ohne Drama. Du darfst deine Wunden zeigen. Deine Schwester kann nur Rücksicht nehmen, wenn sie davon weiß.