Warum zeigst du deinen Kindern nur die Bücher, die du für unbedenklich hältst?

Im Bücherregal steht eine zweite Reihe, die du deinen Kindern nie zeigst. Dort stehen die Geschichten, die von Trauer, Ungerechtigkeit und schwierigen Fragen handeln. Du willst sie davor bewahren, doch damit nimmst du ihnen auch die Worte für das Schwere.

Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass eine traurige Geschichte dein Kind überfordert und du die Fragen, die danach kommen, nicht beantworten kannst. Worauf baust du – auf die behütete Auswahl oder auf Bücher, die das Leben in allen Farben zeigen?

Wer auf Liebe baut, legt ein schwieriges Buch dazwischen und liest es gemeinsam mit dem Kind. Du darfst schützen und trotzdem zulassen, dass Geschichten auch von schweren Dingen erzählen.

Bleib neugierig.

Einmal pro Woche: eine Frage, eine konkrete Alltagsszene und ein bewusst ausgewählter Text aus dem Archiv. Manchmal kommt ein Einwand dazu – damit aus Nachdenken keine neue Vorschrift wird. Kein Feed der neuesten Beiträge.

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