In Gesprächen schmückst du dich mit Begriffen, die du nur halb kennst, und hoffst, dass niemand nachfragt. Du wirkst gebildet, aber innerlich hoffst du, nicht erwischt zu werden. Die Wörter tragen dich, statt du sie.
Dahinter steht Angst: dass du ohne diese Wörter nicht klug genug erscheinst. Worauf baust du – auf die glänzende Fassade oder auf das klare Wort, das wirklich von dir kommt?
Wer auf Liebe baut, spricht so, dass er verstanden wird, und fragt nach, wenn er selbst etwas nicht kennt. Du darfst einfache Worte wählen – Klarheit ist keine Schwäche, sondern Stärke.
Weiterfragen: Warum wiegt für dich ein Titel schwerer als der Text darunter? · Warum hängst du an einer Idee, die gestern schon falsch war?