Du begrüßt neue Kollegen, organisierst Geburtstage und hörst zu, wenn es im Team knirscht. Diese Aufgaben stehen nirgendwo, aber alle rechnen mit dir. Deine eigentliche Arbeit erledigst du später. Was menschlich wichtig ist, wird dabei behandelt, als brauche es keine Zeit.
Solche unsichtbaren Tätigkeiten halten Teams zusammen. Häufig werden sie jedoch ungleich verteilt und bei Anerkennung oder Entwicklung übersehen. Dass du sie gut machst, bedeutet nicht, dass sie selbstverständlich dir gehören. Freundlichkeit ist keine unbegrenzte betriebliche Reserve, aus der alle schöpfen können.
Du könntest diese Arbeit einmal benennen und ihren Umfang sichtbar machen. Was lässt sich verteilen, was offiziell einplanen? Du musst nicht plötzlich kühl werden. Eine gerechtere Aufteilung kann gerade ermöglichen, dass du weiterhin gern hilfst, statt dabei langsam deine eigenen Aufgaben zu verlieren.