Die Übungen für den Nacken hast du von der Physiotherapie bekommen, doch du machst sie nur, wenn es schon zu spät ist. Dann sitzt du mit steifem Hals am Schreibtisch und versuchst, die Verspannung wegzudrehen. An den guten Tagen vergisst du, was dir geholfen hat.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass die Übungen deinen Tag strukturieren und du dir Zeit für dich zugestehen müsstest. Worauf baust du – auf das Reagieren im Schmerz oder auf ein paar Minuten Vorsorge, die ihn gar nicht erst aufkommen lassen? Wer vorbeugt, schenkt sich ruhigere Tage.
Wer auf Liebe baut, verankert die Übungen fest im Tagesablauf, auch wenn nichts wehtut. Du darfst dir die Minuten nehmen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.