Einem Freund verzeihst du seinen Fehler sofort. Dir selbst trägst du deine Fehler jahrelang nach. Für andere bist du milde, für dich bist du Gericht.
Dahinter steht Angst: die Angst, dass Nachsicht mit dir selbst dich faul oder gleichgültig macht. Also hältst du dich fest an der Anklage. Worauf baust du – auf die Härte gegen dich oder auf die Milde, die du anderen so großzügig schenkst?
Die Liebe, die du anderen gibst, verdienst du selbst zuerst. Wer auf Liebe baut, übt mit sich selbst die Nachsicht, die er anderen zeigt. Du darfst dir verzeihen.
Weiterfragen: Warum tut Vergebung so weh? · Warum entschuldigst du dich, obwohl du nichts falsch gemacht hast?