Du stellst die neue Tafel ganz nach hinten, hinter die Mehltüten. Beim Öffnen des Schranks fällt dein Blick zuerst auf die leere Mitte. Du weißt genau, wo sie liegt, und redest dir ein, sie sei für später.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass Genuss etwas ist, das du dir erst verdienen musst. Worauf baust du – auf Verzicht, den niemand sieht, oder auf ein Stück, das du bewusst genießt? Versteckte Freude wird selten ruhiger.
Wer auf Liebe baut, legt die Schokolade dorthin, wo sie hingehört, und nimmt sich bewusst ein Stück. Du darfst dir erlauben, was dir schmeckt, ohne es vor dir selbst zu verstecken. Genuss braucht kein Versteck.