Deine Kinder fragen, wie du in der Schule warst, und du erzählst von guten Noten und Lob. Das alte Zeugnis mit den schwachen Fächern liegt versteckt in einer Mappe. Du willst ihnen das Bild des guten Schülers erhalten, das du selbst nie ganz warst.
Vielleicht lautet eine Erklärung: Dahinter steht Angst: dass deine Kinder dich für weniger klug halten, wenn sie deine Schwächen sehen. Worauf baust du – auf das makellose Bild oder auf die Ehrlichkeit, die auch von den schweren Fächern erzählt?
Wer auf Liebe baut, holt das Zeugnis hervor und erzählt, wie du dich durchgebissen hast. Du darfst auch Schwächen gehabt haben, denn genau davon können deine Kinder lernen.